Workshop Landscape

Workshop "Landscape" / 3a und 3b Klasse: 5. Oktober 2016 Die Marktgemeinde Aurolzmünster ist seit zwei Jahren Bodenbündnis-Gemeinde. Das Bodenbündnis ist ein Zusammenschluss europäischer Städte, Gemeinden und Regionen, die sich zum Ziel gesetzt haben, aktiv für einen nachhaltigen Umgang mit Böden einzutreten, eine sozial gerechte Landnutzung und eine verantwortliche kommunale Bodenpolitik zu forcieren. Die NMS Aurolzmünster hat dies zum Anlass genommen und in den 3. Klassen einen jeweils zweistündigen Workshop durchgeführt, bei dem sich die SchülerInnen intensiv mit diesen Themen auseinandersetzten. Die Referenten Dr. Katja Hintersteiner und Ing. Hermann Miesbauer vom Klimabündnis Oberösterreich vermittelten den SchülerInnen sehr anschaulich, wie sich die Landschaft in Oberösterreich in den letzten 150 Jahren verändert hat. Dieser Wandel und seine Auswirkungen auf unseren Lebensraum wurden durch Gegenüberstellung des Franziszeischen Katasters mit gegenwärtigen Karten sichtbar gemacht. (Der Franziszeische Katasterist der erste vollständige österreichische Liegenschaftskataster. Er enthält die Grundstücke des Gebiets des Kaisertums Österreich. Häufige Bezeichnungen sind auch Grundkataster, Steuerkataster und Grundsteuerkataster. Er entstand in den 1810er- bis 1870er-Jahren und ist nach dem ersten österreichischen Kaiser Franz I. benannt. Quelle.: Wikipedia). Bei einer weiteren Station erkundeten die Schüler, was Boden ist, wie viele Lebewesen auf 1 m² Waldboden vorkommen, wie alt unsere Böden sind, usw. Beim Schätzen, wie lange es dauert bis 1 m² Boden versiegelt ist und was man in dieser Zeit machen kann, wurde bei allen das Bewusstsein für den Boden unter ihren Füßen wieder geweckt. (In Österreich werden täglich ca. 20 ha Boden versiegelt. Es dauert 43,2 Hundertstel-Sekunden bis 1 m² Boden versiegelt ist – in dieser Zeit können wir gerade einmal blinzeln.) Den Abschluss des Workshops bildete ein Rollenspiel, in welchem ein Szenario einer Bauausschusssitzung, in der VertreterInnen verschiedener Interessensgemeinschaften, ihre Argumente vorbringen konnten, dargestellt wurde.